Bestattungswesen.

Egal ob Katholiken, Protestanten, Muslime, Juden, Buddhisten, Hindus oder bekennende Atheisten – die FBSO ermöglicht jeder Glaubensrichtung einen angemessenen Abschied. Doch nicht jede Religion akzeptiert, dass die sterblichen Überreste eines Menschen verbrannt werden. Ein Vergleich.

Erd- und Feuerbestattungen entwickelten sich in der Menschheitsgeschichte parallel. Da einzelne Kulturen und Religionen unterschiedliche Traditionen und Auffassungen von Diesseits und Jenseits und damit auch von Tod und Bestattung haben, wird das Thema nicht überall gleich gehandhabt.

Das Christentum lehnte lange Zeit die Feuerbestattung grundsätzlich ab. In der Bibel wird eine Kremierung zwar nicht per se verboten, doch bis ins 19. Jahrhundert hinein hielt sich in der katholischen und evangelischen Kirche das Verständnis, dass der Körper physisch für das Leben im Jenseits erhalten bleiben muss. Der Sinneswandel trat ein, als die Bevölkerung im Zuge der Industrialisierung vor allem in den großen Städten massiv wuchs und sich Krankheiten verbreiteten. Trotzdem dauerte es bis in die 1920er-Jahre, bis vermehrt Krematorien aufkamen. Die katholische Kirche steht erst seit den 1960-ern der Feuerbestattung grundsätzlich offen gegenüber.

Das Judentum und der Islam hingegen verbieten ihren Gemeindemitgliedern bis heute, ihre Verstorbenen einzuäschern. Wie auch das Christentum vor dem 19. Jahrhundert, vertreten sie die Ansicht, dass der Verstorbene in körperlicher Unversehrtheit vor Gott treten soll.

Auch die orthodoxe Kirche behält diesen Standpunkt. So kommt es in Griechenland zu dem Paradoxon, dass die Feuerbestattung zwar gesetzlich erlaubt ist, man Krematorien in dem Land dennoch vergeblich sucht. „Viele Griechen sehen sich daher gezwungen, die Einäscherung ihrer Verstorbenen im Ausland vorzunehmen“, erzählt Thomas Engmann, Geschäftsführer der FBSO.

Der Hinduismus und der Buddhismus nehmen hingegen eine ganz andere Haltung ein. Hier sind Feuerbestattungen gängige Praxis. Hindus glauben daran, dass ihre Verstorbenen in einem anderen Körper auf der Erde wiedergeboren werden. Die Erhaltung des Körpers ist somit nicht zwingend erforderlich. Die Rituale einer hinduistischen Feuerbestattung sind nicht einheitlich zu benennen: Sie variieren je nach Status, Kaste und Region deutlich. Ihnen allen gemein ist, dass der Verstorbene vor der Bestattung einer rituellen Waschung unterzogen wird. Das Wasser reinigt nach hinduistischen Glauben auch die Seele des Verstorbenen. Anschließend wird der Leichnam gesalbt und in Tücher gehüllt, die zuvor in heiliges Wasser getaucht worden sind. Die öffentliche Kremierung des Verstorbenen findet direkt an seinem Todestag statt. Kinder, die jünger als fünf Jahre alt sind, Priester und Schwangere werden traditionell nicht verbrannt, sondern erd- oder seebestattet. Idealerweise entfacht ein Sohn des Verstorbenen das Feuer: bei Frauen am Fußende, bei Männern am Kopfende. Die Asche wird einige Tage später eingesammelt und der Natur übergeben.

Der Buddhismus mit seinen vielen Strömungen kennt beide Arten der Bestattung: Erdbeerdigungen sind ebenso gängig wie Feuerbestattungen, auch wenn letztere gängiger ist. Der Geist des Verstorbenen muss nach buddhistischem Verständnis vier Phasen bis zur Auflösung durchlaufen. Hierfür wird der Verstorbene bis zu drei Tage nicht berührt, ehe er verbrannt oder beerdigt wird. In Tibet gehört auch die Himmelsbestattung zur Praxis. Hier wird der Verstorbene in freiem Gelände abgelegt und der Natur überlassen.

Jede Region und Konfession hat ihre eigenen Vorstellungen und Wege, die Verstorbenen auf ihrem letzten Weg zu begleiten. Feuerbestattungen sind inzwischen ein fester Bestandteil in vielen Kulturen geworden. Die FBSO nimmt sich jeder Konfession an, und damit auch den Bedürfnissen und Wünschen ihrer Kunden.

<p>So facettenreich die Religionen sind, so unterschiedlich ist auch ihre Bestattungskultur.</p>

So facettenreich die Religionen sind, so unterschiedlich ist auch ihre Bestattungskultur.