Urnen aus Traunstein in Wormser Hotel?

Zahlreiche lokale, regionale und überregionale Medien berichten in ihren heutigen Online- und Printausgaben darüber, dass Gäste in einem Wormser Hotel nach Abreise Urnen zurückgelassen hätten.

Diese Urnen würden den Presseberichten zufolge aus der Traunsteiner Feuerbestattungsanlage stammen.

Am vergangenen Freitag erhielten wir eine Anfrage der Stadtverwaltung Worms mit der Bitte um Hintergrundinformationen zu einer von mehreren in einem Hotel in Worms gefundenen Urnen. Die Daten auf der betroffenen Urne wiesen nach Angabe der Stadtverwaltung auf Traunstein als Einäscherungsanlage sowie auf den Namen, das Geburts- und das Einäscherungsdatum der Verstorbenen hin.

Nach Recherche in unserem Einäscherungsbuch, einem elektronischen und in Papierform geführten Register aller für die Einäscherung von Verstorbenen relevanten Daten, informierten wir die Stadtverwaltung Worms, dass die Urne mit den sterblichen Überresten des Verstorbenen 2007 im Auftrag eines Bestattungsunternehmens bei uns eingeäschert und nach Vorlage der sogenannten Urnenanforderung des Friedhofes Budapest zur Beisetzung an das Bestattungsunternehmen ausgehändigt wurden.

Nach Rückfrage teilte die Stadtverwaltung Worms heute mit, dass auch die zweite gefundene Urne aus Traunstein stammen würde. Nach erneuter Recherche in unserem Einäscherungsbuch können wir bestätigen, dass diese Urne im Jahr 2002 im Auftrag des selben Bestattungsunternehmens in Traunstein eingeäschert und zur Beisetzung auf einem Friedhof in Budapest an das Bestattungsunternehmen ausgehändigt wurde.

Grundsätzlich werden Urnen entsprechend der Vorgaben des Bayerischen Bestattungsrechtes sowie unseres Qualitätsmanagmentsystems von uns nur an Friedhofsträger oder Bestatter und auch erst nach Vorlage entsprechender Unterlagen ausgehändigt. Unabhängig davon befürworten wir eine direkte Aushändigung von Urnen an Angehörige aber auch aus dem Grund nicht, dass wir Angehörige oder deren Erben mit Fragen zum dauerhaften Verbleib von Urnen nicht alleine lassen wollen.

Die Feuerbestattung Südostbayern GmbH ist eine Kooperation der Bestattungsunternehmen Dörfler (Stephanskirchen), Hanrieder (Dachau), Huber (Traunstein), Leicher (Traunreut), Loch (Traunstein) Reisegast (Waldkraiburg), Riedl (Tegernsee) und der EHG (Traunstein). In einem im Jahr 2000 errichteten, dem Umfeld des Traunsteiner Waldfriedhofes und seinen denkmalgeschützten Gebäuden aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts angepassten Neubau werden Feuerbestattungen in zwei den Stand der Technik abbildenden Hightech-Ofenlinien durchgeführt. Dabei stehen neben einer hohen Dienstleistungs- und Serviceorientierung die Belange des Menschen, des Umweltschutzes und des schonenden Energieeinsatzes im Vordergrund des würdevollen Umgangs mit den anvertrauten Verstorbenen und ihren die Feuerbestattung begleitenden Angehörigen.

Als eine der wenigen der über 140 Feuerbestattungsanlagen in Deutschland verfügen wir über Notstromvorrichtungen, um auch bei Stromausfall den Anlagenbetrieb mit Einsatz der Filteranlagen fortsetzen zu können. Ebenso einzigartig ist die freiwillig eingegangene Verpflichtung, die vom Gesetzgeber vorgegebenen Schadstoffgrenzwerte regelmäßig um mindestens 50 % zu unterschreiten.

Dass der private Besitz und Betrieb darüber hinaus ein Höchstmaß an Flexibilität und Zuverlässigkeit gewährleistet, ist seit Inbetriebnahme im Jahr 2001 nicht nur eine Selbstverständlichkeit für die FBSO, ihre
Gesellschafter und ihren Betreiber, sondern auch Anspruch und Verpflichtung zugleich.

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Pressemitteilung Urnen Worms 2017